Auch dieses Jahr war das South by Southwest® Festival (SXSW®) in Austin wieder ein öffentliches Labor für Innovationen, die das Leben in der Stadt erleichtern können. Unsere drei Favoriten gehen uns seit dem Festival nicht mehr aus dem Kopf.

ICON: Bauen wie gedruckt

SXSW Innovationen: Häuser aus dem 3-D-Drucker von Icon 3D
Bezahlbare Nachhaltigkeit aus dem 3-D-Drucker: Die Häuser von ICON.
Foto: Iconbuild

Ein neues Haus in 24 Stunden, frisch aus einem gigantischen 3-D-Drucker. Mit Küche, Terrasse, Schlaf- und Arbeitszimmer. Kosten: um die 4.000 US-Dollar. Schnell, nachhaltig und bezahlbar. Möglich macht diese Baurevolution das amerikanische Start-up ICON.

Die Fassade eines Hauses aus dem 3-D-Drucker von ICON
Die Häuser von ICON werden aus lokal produzierten Materialien hergestellt.
Foto: Iconbuild

Alex Le Roux, Gründer und Geschäftsführer, tüftelt seit Jahren an 3-D-Druckern, die nicht nur Gegenstände, sondern ganze Häuser drucken können. Mit dem „Vulkan”, einem riesigen, transportablen Drucker, haben er und seine Kollegen nun den Durchbruch geschafft. Das erste Haus steht seit Anfang März in Austin, Texas.

GrubTubs: Eine Tonne Müll, bitte

Wie kann man dabei helfen, Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten und die Kosten vor allem für kleine Betriebe zu verringern? Fragen, auf die das amerikanische Unternehmen GrubTubs eine erstaunlich simple Antwort gefunden hat: einen ungewöhnlichen Warenaustausch zwischen Land und Stadt.

Frau sitzt lachend zwischen Hühnern
Gesund und glücklich: Diese Hühner verzichten auf Industriefutter.
Foto: Grubtubs

Einmal im Monat sammelt GrubTubs Lebensmittelreste aus städtischen Restaurantküchen ein und liefert diese an Bauern aus der Umgebung. Dort werden die kompostierbaren Abfälle zur Brutstätte für Maden, die schließlich als kostengünstige Alternative zu industriellem Futter an Hühner verfüttert werden.

Ein Konzept, von dem nicht nur die Umwelt, die Restaurants und die Farmer profitieren, sondern langfristig auch die Kunden im Supermarkt.

Plume Labs: Mit dem Smartphone gegen Luftverschmutzung

Plume Labs ist kein Unbekannter mehr in der Tech-Szene. smart magazine berichtete bereits im Sommer 2016 über das französische Start-up. Seit 2014 arbeitet das Team um Geschäftsführer Romain Lacombe an seiner Vision einer sauberen Luft für alle.

Neben dem Launch einer Smartphone-App, die dem Nutzer in Echtzeit die Luftqualität der Umgebung anzeigt, setzte Plume Labs auch schon Tauben als fliegende Messgeräte ein. Neuester Coup der Plume-Crew: Flow, ein tragbares Gerät, das auf Knopfdruck die Umgebungsluft misst und bei den ersten Anzeichen von Luftverschmutzung Alarm gibt.

Person nutzt die App Flow von Plume Labs auf einem Smartphone
Flow-Nutzer wissen wo man durchatmen kann.
Foto: Plume Lubs

Aus den Daten aller Flow-Nutzer baut Plume eine Karte, die über eine App auf dem Smartphone angezeigt wird. Praktisch für alle, die viel draußen unterwegs sind und ihre Lungen beim Spazierengehen, Fahrradfahren oder Joggen nicht mit Schadstoffen belasten möchten. Flow ist ab Sommer 2018 erhältlich. Wer nicht warten möchte, kann schon jetzt vorbestellen.