Die smart times ist das weltweit größte Treffen von smart Enthusiasten. Im August kamen in Hamburg mehr Fans zusammen als je zuvor. smart magazine hat mitgefeiert.

Die abendliche Brise bringt willkommene Abkühlung. In immer größeren Trauben und Gruppen versammeln sich Menschen vor der zentralen Bühne. Bunte Lichter strahlen auf die Gesichter, freudige Spannung füllt den großen Platz.

Hier, wo tagsüber noch die sommerliche Luft flimmerte, rangieren normalerweise Lastwagen und Gabelstapler voller Obst und Gemüse. Mit seiner zentralen Lage nahe des Hamburger Hafens liegt über dem Großmarkt ein Flair von Exotik und fernen Ländern.

Eröffnung der smart times 2016 in Hamburg
Ein abgestimmtes Bühnenprogramm erwartet die Gäste der smart times.
Foto: Gulliver Theis

Auch an diesem Wochenende ist hier Buntes aus aller Welt zu bestaunen. Vom smart fortwo über smart forfour bis zum smart roadster – smart aller Jahrgänge parken Reihe an Reihe zu beiden Seiten des großen Areals.

Schon auf dem Weg zum Großmarkt besteht kein Zweifel mehr daran, dass die smart Welt zu Besuch in Hamburg ist: Die Straßen der Elbmetropole sehen aus, als sei eine smart Invasion gelandet, mit Kennzeichen aus Italien, Portugal, Dänemark und vielen anderen Ländern, Hunderten von Flaggen und tausenden Menschen in den bunten Shirts ihrer smart Clubs.

Gute Stimmung bei der smart times 2016
Wie das Wetter, so die Stimmung.
Foto: Gulliver Theis
Publikum bei der smart times in Hamburg
Foto: Gulliver Theis
smart Modelle bei der smart times
Foto: Daimler AG
smart times in Hamburg
Foto: Gulliver Theis

Große internationale Gemeinschaft

„Diese große internationale Gemeinschaft ist der Grund, weshalb wir hier sind”, erzählt Andrea Berti. Der Italiener ist mit einer großen Gruppe von Freunden und Mitgliedern des Fanclubs NeuroSmartClub Italia angereist. „Es ist großartig, so viele bekannte Gesichter aus aller Welt wiederzusehen.“

Ihr Lager haben die Italiener in der Club Area aufgeschlagen. Sie sind mit insgesamt 20 smart angereist. „Unser Club lebt von der Freundschaft und gemeinsamen Erlebnissen“, sagt Andrea. Und von adrenalingeladenen Aktivitäten: So dürfen er und seine Freunde jeden März in ihren smart ihre Runden auf der berühmten Formel-1-Rennstrecke von Monza drehen.

Im vergangenen Jahr, berichtet Andrea, habe sein Club den ersten Platz im Wettbewerb der besten smart Clubs gewonnen, damals mit einer Performance des italienischen Klassikers „Volare“. Auch für dieses Jahr hat sich Andreas 35-köpfige Gruppe etwas einfallen lassen: Am Nachmittag werden die Clubmitglieder einen Tanz zu einem eigens komponierten Song auf der Bühne performen.

Auf der großen Bühne tut sich inzwischen etwas: Lichteffekte und Musik kündigen den Höhepunkt des Abends an. Zu den Bässen von Daft Punk fährt ein smart BRABUS fortwo cabrio auf die Bühne.

„Ihr gebt uns die Motivation für unsere Arbeit“

Jubel wogt durch die Menge, als eine strahlende Dr. Annette Winkler aus dem smart steigt. Die smart times ist jedes Jahr ein wichtiger Programmpunkt im Terminkalender der smart Chefin. „Es ist einfach unglaublich, was smart Clubs auf der ganzen Welt für die Marke tun“, sagt sie und lobt besonders den Enthusiasmus der internationalen smart Fans.

Annette Winkler kommt mit einem smart cabrio auf der smart times an
Dr. Annette Winkler begrüßt die Gäste.
Foto: Gulliver Theis

„Ihr gebt uns die Motivation für unsere Arbeit.“ Die Kraft und ansteckende Freude der enthusiastischen Fangemeinschaft werde nirgends so deutlich wie bei der smart times. Annette Winkler ist auch tagsüber in der Menge anzutreffen, schüttelt Hände, tauscht Geschichten und Anekdoten aus und trifft die Macher hinter den zahlreichen modifizierten smart, die auf dem Gelände zu bewundern sind.

smart Chefin Dr. Annette Winkler hält eine Rede
„Ihr gebt uns die Motivation für unsere Arbeit.“
Foto: Gulliver Theis

smart „Woody“ aus den Niederlanden

Die Ideen sind dabei ebenso bunt und vielfältig wie das Publikum. Ricardo Vierwind ist aus den Niederlanden nach Hamburg getourt – in einem smart fortwo in Holzoptik. Viewind klärt auf: „Die meisten Menschen nehmen an, dass es sich um bedruckte Folie handelt. Denen fällt oft die Kinnlade runter, wenn sie hören, dass die Holzmaserung komplett von Hand gemalt ist.“

Seinen smart kaufte Viewind bereits 2009. Die Holz-Modifikation kam dann 2013 dazu. Inspiriert dazu wurde er von den berühmten „Woodies“, den mit Holzpaneelen verkleideten amerikanischen Station-Wagon-Modellen. Auch im Innenraum des smart finden sich Abdeckungen und Verkleidung aus echtem Holz. „Der smart war ursprünglich schwarz-weiß – die perfekte Leinwand für mich”, erzählt Viewind. „Ich bin Gärtner und habe damit eine persönliche Verbindung zum Material Holz.“

Die Leidenschaft für smart begann schon früh für den Niederländer. „Schon als ich klein war, zeichnete ich oft kleine runde Autos. Solche Fahrzeuge existierten damals noch gar nicht“, erinnert sich der junge Mann. „Als ich mit 15 zum ersten Mal einen smart sah, war mir klar, dass ich so ein Auto haben muss.“

smart „forpapa“ gewinnt den „craziest smart“ Contest

Viele Wege führen zur smart times. Die Begeisterung packt hier jeden. Das weiß niemand besser als Hermann Fürst, der zum Stammpublikum gehört: Er gründete bereits im Jahr 2000 den smart club österreich und hat die Veranstaltung Jahr für Jahr wachsen sehen.

Vergnügt grüßt er aus dem offenen Verdeck seines smart. „Das ist eine Infektion – die smart Infektion. Es werden immer mehr Teilnehmer. Wir haben mit 250 Gästen begonnen und nun sind wir bereits bei über 3.000 Fahrern“, erzählt Fürst und zeigt in die Runde. „Es macht Spaß, dabei zu sein.“

Die Sensation in diesem Jahr: ein zum „Papamobil“ umgebauter smart in Weiß und Gold, mit speziellem gläsernem Aufbau, wie beim echten Fahrzeug des Papstes. Ob Gläubige oder Atheisten – diese Konstruktion lässt keinen Teilnehmer kalt und beschert Besitzer Sascha Gerstmayer schließlich den ersten Platz beim „craziest smart“ Contest.

ein wie Papamobil aussehnder smart
Der smart „forpapa“ zieht die Blicke auf sich.
Foto: Gulliver Theis

smart Parade und Auftritt der Beachvolleyball-Siegerinnen

Ein weiteres Highlight in diesem Jahr ist der Auftritt des Beachvolleyball-Duos Laura Ludwig und Kira Walkenhorst. Frisch zurück von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro fahren die beiden Goldmedaillengewinnerinnen auf die Bühne – natürlich in einem goldenen smart fortwo cabrio.

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst bei der smart times
Präsentieren stolz ihr olympisches Gold: Laura Ludwig und Kira Walkenhorst.
Foto: Gulliver Theis
goldener smart bei der smart times
Manchmal ist alles Gold, was glänzt.
Foto: Daimler AG

„Für das Programm lässt sich smart immer viel einfallen“, findet Fürst. „Ganz besonders freue ich mich schon auf die Parade: Mit über 1.000 smart durch die Stadt zu fahren ist immer eine schöne Sache.“

Die Parade ist in jedem Jahr das Herzstück der smart times. Natürlich auch beim Heimspiel in Hamburg: In einem endlos scheinenden Korso aus 1.635 smart erobern die Fans der Marke schließlich die Hamburger Speicherstadt und Hafencity.

Parade bei der smart times
Die Parade durch die Hafencity ist ein Publikumsmagnet.
Foto: Daimler AG

Ein tolles Erlebnis für die vielen Fahrer und Beifahrer. Und ein nicht zu übersehendes Spektakel für Passanten, die mit großen Augen am Straßenrand stehenbleiben.

Zu sehen gibt es in der Tat einiges: Unter den vielen bunten smart gibt es auch echte Raritäten, wie den smart crossblade, der ohne Dach, Windschutzscheibe und Türen auskommt. Vorneweg fährt selbstverständlich Dr. Annette Winkler im smart BRABUS fortwo cabrio.

Beach-Volleyball bei der smart times
Beach-Party-Atmosphäre auf der smart times.
Foto: Gulliver Theis
smart Parkour bei der smart times
Foto: Gulliver Theis
Trommelauftritt bei der smart times
Foto: Gulliver Theis
Tanzauftritt bei der smart times
Foto: Gulliver Theis
smart forgigs
Foto: Gulliver Theis

Ein großes Jahr für smart

Auf der Bühne würdigt Dr. Annette Winkler den Einsatz und die Leistungen der anwesenden smart Abteilungen der Standorte Böblingen und Hambach. Denn es ist ein großes Jahr für smart: Der neue smart BRABUS ist bereits da, der neue smart electric drive kommt bald und auch die Einführung von smart „ready to drop“ läuft schon als Beta-Test. Bei diesem neuen Service kann man sich Bestellungen über Nacht in den Kofferraum des eigenen smart liefern lassen – eine bahnbrechende Dienstleistung. „Ihr könnt Pioniere sein!“, ruft Annette Winkler den smart Fahrern zu. Denn bei smart wird das Fahrzeug ab sofort zu einem noch vielseitigeren Assistenten im Alltag.

Kennzeichen „LOL“ aus Dänemark

Auch für Linda Hougaard Bentsen aus Dänemark ist der smart zentraler Bestandteil des Alltags. „Ich bin Vorsitzende des smart klub danmark”, erzählt Linda. „In diesem Jahr ist der Support aus meinem Land besonders groß – die Fahrt war ja nicht so weit wie sonst.“

Sie selbst sei aus Aalborg im Norden Dänemarks mit ihrem smart BRABUS angereist, erzählt sie. Das Fahrzeug mit dem amtlichen Kennzeichen „LOL“ sei ihr ganzer Stolz. „Es ist einer von nur zwei smart BRABUS in ganz Dänemark“, erklärt Linda.

„In diesem Jahr freue ich mich besonders über die kreativen Modifikationen am aktuellen smart Modell“, fährt sie fort. „Der 453 ist mittlerweile ein Jahr alt und die Menschen hatten Zeit, tolle Anpassungen vorzunehmen.“

smart mit dem Kennzeichen LOL aus Dänemark
Gute Laune auf dem Nummernschild.
Foto: Gulliver Theis

Kay Neidhardt hingegen hat an seinem smart fortwo cabrio edition greystyle nichts verändern müssen. „Es war eines der schönsten Sondermodelle: gelbe Elemente im Dashboard, gelbe Spiegel, gelbe Einsätze in den Sitzen – mehr braucht man gar nicht.“

Der gebürtige Hamburger arbeitet selbst bei einer Tochter der Daimler AG und ist mit smartastic mi hier – einem besonderen smart Fanclub. „Als Mitarbeiter von Daimler und Tochterunternehmen haben wir 2014 unseren eigenen Club gegründet. Wir treffen uns in unregelmäßigen Abständen, meistens in der Region Stuttgart, zu Weihnachtsfeiern, spontanen Zoobesuchen oder gemeinsamen Essen.“

Eine Eigenheit hat der Club: „Bei uns hat jedes Mitglied einen Codenamen“, erklärt Kay. „Meiner ist ‚The Rock‘ – mein smart ist nämlich außen steingrau.“

smart times Besucher Kay Neidhardt in seinem steingrauen smart
Kay Neidhardt im Sondermodell smart fortwo cabrio edition greystyle.
Foto: Gulliver Theis

Weite Anreise

„smart gibt einem die Möglichkeit, viele Dinge auszuprobieren und die eigene Persönlichkeit auszudrücken“, findet auch Gil Peled vom smart Club Israel. „Das Konzept smart wird immer relevanter. Gerade auch der Aspekt Nachhaltigkeit und Lösungen für urbane Probleme stehen bei smart hoch auf der Agenda.“

Gil hat wohl einen der längsten Anreisewege zu den smart times hinter sich gelegt. In Jerusalem ist er als Architekt tätig. „Ich nehme in der Stadt eine Vorreiterrolle auf dem Gebiet nachhaltiger und grüner Sanierungsmaßnahmen ein“, erzählt Gil. „smart passt auf diese Weise perfekt in meine Welt.“

Den eigenen smart habe er leider nicht mitbringen können, gibt Gil zu. „Dafür habe ich einen sehr netten smart Fan aus Spanien kennengelernt, mit dem ich während der Begrüßung der Nationen über die Bühne fahren werde“, freut er sich.

Beim abendlichen Spektakel Welcome of the nations präsentieren sich die anwesenden Vertreter aus 42 Nationen mit ihren smart auf der Bühne – einer der beliebtesten Programmpunkte des Festivals. „Dieses Zusammenkommen verschiedener Nationalitäten macht für mich den Geist der smart times aus“, fährt Gil fort. „smart bringt Menschen zusammen, vor dem Hintergrund einer gemeinsamen Leidenschaft.“

smart Fans feiern in Hamburg
Eine internationale Gemeinschaft.
Foto: Gulliver Theis

Hochzeit auf der smart times

Wie wahr dieses Statement ist, weiß wohl niemand besser als Marta Rogaczewska. Die junge Polin ist mit ihrem Mann angereist. „Denn die smart times ist die Kulisse unserer Beziehung”, lacht Marta.

„Während der smart times 2009 in Zell am See haben wir uns verlobt. 2011 haben wir in Riccione geheiratet – wir hatten damals sogar einen Auftritt auf der Bühne. Während der smart times in Belgien 2012 war ich schwanger und in der Schweiz 2013 war unsere Tochter dann zum ersten Mal dabei.“

Das klingt, als habe sich smart einen Platz im Familienalbum gesichert. Dieses Jahr seien die beiden aber wieder zu zweit angereist, berichtet Marta. „Unsere zweiten Flitterwochen“, gibt sie lächelnd zu. „Wir sind gespannt, wo es im nächsten Jahr hingeht. Wir hoffen auf Spanien.”

smart Fans küssen sich
Liebe geht durch den smart.
Foto: Gulliver Theis

smart times 2017 im spanischen Salou

smart times 2017 in Salou

Damit soll Marta Recht behalten. Unter dem Jubel der mit Fahnen und Wimpeln ausgerüsteten spanischen Delegation wird auf der Bühne feierlich der Austragungsort der nächsten smart times verkündet: Die smart Gemeinde freut sich auf spanisches Cabrio-Wetter und ein Wiedersehen 2017 in Salou an der Costa Dorada.

Der Abend neigt sich seinem Ende entgegen. Zumindest hier auf dem Großmarkt-Gelände. Die Lichter von Hamburg funkeln verheißungsvoll und laden ein, die Stadtsafari durch die nächtlichen Straßen fortzusetzen – mit alten und neuen Freunden.

Besucher der smart times bemalen einen smart
Hands-on: Besucher durften sich mit Fingerfarben auf einem smart verewigen.
Foto: Gulliver Theis
grauer smart fortwo
Foto: Gulliver Theis
Transformierter smart bei der smart times
Foto: Gulliver Theis
Glitzender Disco-smart bei der smart times
Foto: Gulliver Theis
smart Roboter
Foto: Gulliver Theis
rote smart forfour Modelle
Foto: Gulliver Theis
Grüner smart fortwo bei der smart times
Foto: Gulliver Theis