Berlin wird nie „sein”, sondern ist immer im Werden, sagt Videokünstler Philipp Geist. Weil die Ideen stetig sprudeln gilt Berlin als globales Labor für urbane Innovationen, oft mit sozialer Perspektive. Im neuen smart forfour haben wir drei der progressivsten Denker und Macher der Stadt besucht.

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Die Bandbreite urbaner Phänomene ist in Berlin einzigartig. Nachdem zwei politische Systeme 40 Jahre lang ihre Spuren hinterlassen haben, wurden etliche Machtbauten anarchisch umgenutzt. Heute sind die Baulücken weniger geworden, die Stadtlandschaft vielerorts aber immer noch wild: mit Technoclubs in sozialistischen Monumentalgebäuden, Hipster-Treffpunkten in preußischen Denkmälern und mit Weltkunst, die morgens überraschend an der Straßenecke steht.

Ihren Ausgleich finden die Berliner in stadtnaher Natur: Traditionell an Havel und Spree – und immer öfter in Parks und auf Grünflächen, die früher ebenfalls eine ganz andere Funktion besaßen, etwa dem Mauerpark auf dem einstigen Grenzstreifen oder auf dem ehemaligen Tempelhofer Flugfeld. Hinter diesen großartigen Ideen standen immer Querdenker, die den Status quo infrage gestellt haben.

Um zu erfahren, welche Konzepte das Berlin der Zukunft prägen werden, haben wir in unserem Film „One fine day in Berlin” drei urbane Innovatoren besucht. Unterwegs zu den Orten, an denen der Fortschritt lebendig wird, waren wir im geräumigen und vielseitigen smart forfour. Und genau wie dieser Viersitzer die einzigartige smart Idee erweitert, sind auch die Konzepte unserer Protagonisten unverkennbar „made in Berlin“ – und dienen gleichzeitig als Modelle für Metropolen weltweit.

Drei Vorreiter: Sara Wolf von Original Unverpackt, Ralf Steeg und Philipp Geist

Zum Beispiel Original Unverpackt, ein Supermarkt, der einwegverpackte Waren strikt aus seinem Sortiment und der gesamten Lieferkette verbannt hat: Gründerin und Inhaberin Sara Wolf beweist damit, dass ein Verzicht auf Technologie manchmal die gesündere, sauberere und umweltfreundlichere Lösung sein kann.

Genauso wichtig ist die Arbeit von Ralf Steeg, allerdings mit vollem Einsatz technischer Innovationen. Sein Ziel: eine saubere Spree, in der es sich unbeschwert baden lässt. Am ehemaligen Berliner Osthafen hat er ein System zur Abwasserreinigung entwickelt. Dieses reinigt ungeklärtes Abwasser, das bei Starkregen sonst ungefiltert in den Fluss geleitet würde, und speichert dieses in speziellen Tanks zur Wiederaufbereitung.

An unserer letzten Station treffen wir nach Sonnenuntergang Philipp Geist. Meist reist der Videokünstler um die Welt, um seine phantasievollen Lichtinstallationen auf Paläste, Museen oder Monumente – wie die Christusstatue in Rio de Janeiro – zu projizieren. Für unseren Film wählte Geist eine Leinwand, wie sie für Berlin typischer kaum sein könnte: Ein ehemaliges Umspannwerk in Friedrichshain, das er, je später die Nacht wurde, in ein immer strahlenderes Licht tauchte.

Fotos: Markus Altmann
Kamera: Jens Tomat
Zweite Kamera: Thomas Siudmak
Schnitt: Nina Stangl für Firsteight Berlin
Soundtrack: Miguel B – Nightlights