Meisterhaft gelingt Madrid der Spagat zwischen Tradition und Moderne, zwischen iberischer Authentizität und einer zukunftsweisenden Kunst-, Mode- und Kulturszene. Der Electronica-Singer-Songwriter John Grvy zeigt uns die Lieblingsecken seiner Stadt in einem neuen smart forfour electric drive.

10 Uhr morgens in Madrids Stadtteil Justicia. Die Lobby des angesagten Only You Hotels im New Yorker Industriestil ist so riesig, dass man sie leicht mit der Wartehalle des Atocha-Bahnhofs auf der anderen Straßenseite verwechseln könnte. Kein abwegiger Vergleich, denn wer zwischen den tätowierten Baristas in Lederschürzen und den sorgsam gestylten Gästen steht, fühlt sich wie pünktlich eingefahren im Hipster-Herz Madrids. Das Hotel ist der erste Stopp der smart electric base, die bis September 2017 durch Europa und die USA tourt. Besucher und Gäste registrieren sich für Testfahrten in einem der neuen smart electric drive Modelle, die vor der Tür parken. Die entspannte Atmosphäre ist der perfekte Rahmen für ein Treffen mit John Grvy (gesprochen „John Gray”), einem der neuen Shooting-Stars der Elektroszene. In einem smart forfour electric drive erkunden wir sein ganz persönliches Madrid.

Hey John, du siehst unglaublich entspannt aus – ein wandelnder Ruhepol.
John Grvy: Stimmt schon (lächelt). Ich wohne um die Ecke, gleich neben dem Parque del Buen Retiro, das Hotel ist für mich also nur einen kleinen Spaziergang entfernt.

Nahaufnahme des Musikers John Grvy

Wie cool! Aber wir können unsere Stadtsafari natürlich nicht zu Fuß machen – wollen wir uns unseren smart schnappen und sehen, wie sich elektrisches Fahren so anfühlt?
John Grvy: Na klar, los geht’s. Ich liebe es, durch die Stadt zu fahren. Besonders nachts. Für mich ist das Auto einer der besten Orte zum Musikhören.

Was hörst du gerade so?
John Grvy: Hauptsächlich Elektro, aber auch R&B und Soul. Gerade läuft bei mir viel von Animal Collective.

weißer smart forfour ed unterwegs in Madrid

Madrider Musiker John Grvy am Steuer eines smarts electric drive

Ladestand des smart electric drive

Also, was ist dein erster Geheimtipp?
John Grvy: Wir fahren zur Reina Sofia, Madrids Museum für Kunst aus dem 20. Jahrhundert. Es ist eine der Hauptattraktionen der Stadt. Was die meisten Leute aber nicht wissen: der Eintritt ist nach 19 Uhr umsonst. Ich bin viel mit meiner Freundin hier und hole mir Inspiration für meine Musik.

John Grvy vor dem Museum Reina Sofia in Madrid

Was genau inspiriert dich hier im Museum besonders? Hast du ein bestimmtes Kunstwerk, das einen Song in dir getriggert hat?
John Grvy: Es ist nicht ganz wörtlich gemeint. Oft ist es ein technischer Aspekt eines Kunstwerks, der mich packt. Zum Beispiel sehe ich etwas in einem krassen Blau, das mich in die Stimmung für einen Song versetzt. Das zeige ich dann sogar meinem Produzenten, um das Gefühl rüberzubringen. Und viel Inspiration ziehe ich aus älterer Musik. Darum stöbere ich oft durch die LPs im Plattenladen La Gramola. Vielleicht finde ich nur einen winzigen Songteil, der mir gefällt und den ich dann als Sample für einen meiner eigenen Tracks nutze.

Was hat dich ins Musikbusiness gebracht?
John Grvy: Lieder zu schreiben ist seit meiner Teenagerzeit in Toledo eines meiner Hobbys. Allerdings herrscht dort eine sehr traditionelle Denkweise, weshalb es als schwarzer Mensch schon etwas seltsam war, da zu leben. Als ich für mein Journalismusstudium nach Madrid gezogen bin, änderte sich alles. Plötzlich fühlte ich mich frei und unbefangen – die Menschen sind hier viel unvoreingenommener. Es fühlt sich an, als sei hier eigentlich niemand aus Madrid. Alle kommen für den Trubel, also fühlt man sich nicht fremd, wenn man dazustößt. Einer meiner Kommilitonen war Musikpromoter. Als er ein paar Sachen von mir hörte, meinte er, ich solle mal live spielen. Das war ein Wendepunkt für mich – ich habe diese Verbindung zum Publikum sofort geliebt und tue es bis heute.

John Grvy singt auf der Straße in Madrid

Zwischenstopp in Madrid: John Grvy hält an, um auf der Straße zu singen

Also hast du die Uni geschmissen?
John Grvy: Nicht sofort. Aber dann gewann ich einen Talentwettbewerb und bekam Zeit im Studio mit einem hochkarätigen Producer aus Brooklyn. Da war klar, dass ich mich ganz der Musik zuwenden muss. An dem Punkt habe ich meinen Abschluss auf Eis gelegt.

Was hat deine Mutter dazu gesagt?
John Grvy: (lacht) Sie ist mein größter Fan, aber sie will schon, dass ich die Uni irgendwann abschließe.

Außer dem Gefühl, dass es leicht ist, dazu zugehören – was liebst du noch an Madrid?
John Grvy: Die Sonne und das Nachtleben. Gut, wir haben keinen Strand, aber was soll’s. Es gibt so viele Orte, an die man fahren kann und sie liegen alle nah beieinander. Das Nachtleben, die Partys und die Frauen inspirieren mich und fließen in meine Musik ein. Wie auf meiner neuen EP City Lights. In Madrid wird lange gefeiert, richtig lange. In London machen die Läden um 4 Uhr morgens zu, hier geht’s bis 6 Uhr und länger. Man feiert einfach bei jemandem zu Hause weiter. Ich bin auf Partys gewesen, die über 17 Stunden gingen.

Sänger John Grvy lehnt sich an einen smart forfour electric drive

John Grvy steht neben einer bemalten Wand in Madrid

So, jetzt sind wir am Plaza Dos De Mayo. Sollen wir parken und ein bisschen gehen?
John Grvy: Klar. Diese Gegend heißt Malasaña – hier bin ich meistens mit meinen Freunden. Viele wohnen hier. Auf diesem Platz passiert eigentlich immer was und abends ist hier richtig was los. Es gibt Skater, Künstler und Musiker. Man kann hier einfach sitzen und sich ein Getränk bei einem der chinesischen Verkäufer holen. 

Was ist mit Essen? Es ist ja wichtig, vorm Ausgehen die richtige Grundlage zu schaffen.
John Grvy: Wenn die Mutter meiner Freundin da ist, gehen wir oft zum Lunch ins La Musa Latina – spanische Tapas, modern interpretiert. Alles auf der Karte ist köstlich, aber die Carrilleras (Schweinebäckchen) sind meine Favoriten. Mein Management hat mir den Laden gezeigt, ihr Büro ist um die Ecke.

ein weißer smart forfour ed fährt durch Madrid

John Grvy sieht hoch vor dem Restaurant La Musa

Geheimtipp in Madrid: Abendessen im Restaurant "La Musa"

Die Tapas sehen fantastisch aus!
John Grvy: Ja, Madrid ist eine perfekte Stadt zum Essen. Eine andere Option ist der Mercado de San Antón in Chueca. Die Auswahl ist überwältigend und immer extrem lecker. Chueca ist das LGBT-Viertel der Stadt und man spürt sofort diese offene, freigeistige Atmosphäre, die ich so liebe. Ich gehe oft für einen Drink auf die Terrasse vom Markt, es sei denn, wir gehen auf die Dachterrasse vom Me Hotel am Plaza Santa Ana. Von dort hat man den besten Blick über die Stadt.

Spaziergang durch die Straßen Madrids

John Grvy fährt mit der Rolltreppe auf die Dachterrasse vom Me Hotel in Madrid

Ein Drink auf der Dachterrasse

Bepflanzte Häuserfassade in Madrid

Und wo geht’s hin wenn die Sonne untergeht?
John Grvy: Ich hänge viel mit Rappern, Rockern und Garage-Leuten rum – die ticken alle ein bisschen anders und wir machen immer Halt an der Bar La Vía Láctea in Malasaña. Mein Freund Miqui Brightside ist DJ, und schmeißt jeden Monat die Party Blasé im Costello Club. Ein Muss für Elektrofans. Manchmal gehen wir ins Chachá, einen schicken Club. Ein Club nur für Mitglieder, ein bisschen wie das Soho House von Madrid.

Und danach?
John Grvy: Wahrscheinlich ziehen wir weiter zu einem von uns nach Hause.

Johns Song „Odes to the City Lights” läuft über das integrierte JBL-Lautsprechersystem des smart forfour electric drive, während der lokal emissionsfreie Viersitzer leise durch die schmalen Gassen Madrids gleitet. Das Lied passt perfekt und umschließt die träumerische Stimmung einer abendlichen Fahrt. Der Track, zurückhaltend und doch intensiv, gewinnt an Fahrt – bis zum emotionalen Crescendo in der Zeile „drowning in a sea of feelings, lost to the city lights.“

smart electric drive im Straßenverkehr

John Grvy fährt mit einem smart ed durch Madrid

In deinen Songs stecken viele Emotionen.
John Grvy: In meiner Musik geht es ausschließlich um Gefühle. Meine Generation ist sehr emotional. Ja, wir haben mehr Möglichkeiten, können in mehr fremde Länder reisen, können so viel mehr Dinge tun als die Generationen vor uns. Aber gleichzeitig gibt es eine unterschwellige Beklemmung. Wir sind die Generation der sozialen Medien, wir können jederzeit alles teilen. Die Kehrseite davon ist der ständige Vergleich mit anderen.

Du bist also kein großer Fan der sozialen Medien?
John Grvy: Als Person in der Öffentlichkeit muss ich natürlich auf Twitter und Instagram aktiv sein. Aber ich gehe nicht darin auf. In den sozialen Medien geht es nur um sofortige Befriedigung. Dabei muss man für die guten Dinge im Leben arbeiten, man braucht Geduld und Durchhaltevermögen. Ich denke mir immer, wenn Menschen wirklich mehr über meine Emotionen und meine Botschaft wissen wollen, sollen sie sich meine Musik anhören.

spontaner Auftritt auf der Straße mit einem smart electric drive im Hintergrund

J.E. Edwards wurde in Nigeria geboren und kam als Fünfjähriger nach Spanien. Dort lebte er in Salamanca und Toledo, bevor er nach Madrid zog. Nachdem er einen Talentwettbewerb gewann, schloss er sich mit dem Producer Lowlight zusammen und nennt sich seitdem John Gray (geschrieben JOHN GRVY), in Anlehnung an Oscar Wildes Roman „Das Bildnis des Dorian Gray”. Seinen ersten großen Erfolg feierte John mit der Single „Mad on Her” und veröffentlichte kürzlich seine EP „City of Lights”. Besucht ihn auf Facebook, Instagram oder Twitter.

Local Secrets Madrid:

Only You Hotel Atocha
Paseo Infanta Isabel, 13
28014 Madrid
www.onlyyouhotels.com

Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia
Calle Santa Isabel, 52
28012 Madrid
www.museoreinasofia.es

La Gramola – Plattenladen
Calle San Bernardo, 52
28004 Madrid
Facebook page

La Musa Latina – Restaurant
Costanilla de San Andrés, 12
28005 Madrid

Mercado de San Antón – Markt
Calle Augusto Figueroa, 24B
28004 Madrid

Plaza Dos De Maio
Malasaña
28004 Madrid

La Vía Lactéa – Rockbar
Calle Velarde, 18
28004 Madrid
Facebook page

Costello Club
Calle Caballero de Gracia, 10
28013 Madrid
www.costelloclub.com

Hotel Me – Dachterrasse mit Cocktailbar
Plaza de Santa Ana, 14
28012 Madrid
www.melia.com

Chachá – Privatclub
Calle Cedaceros, 7
28014 Madrid