Trotz vielfältiger Reize ist Genf kein wirklicher Hotspot für Touristen. Dennoch sorgen die Vereinten Nationen, das Finanzwesen und Messen wie der Internationale Auto Salon das ganze Jahr über für belegte Hotelbetten. Die Bloggerin Emilie Salvaridis kennt alle Tips für einen perfekten Tag in Genf.

Mit Klischees darf man Emilie Salvaridis überhaupt nicht kommen. Klar, Genf ist für vieles bekannt: für die Privatbankiers und ihre Kunden, die in exotischen Sportwagen am See entlang brausen, für unbezahlbare Uhren und für den Jet d’Eau. Doch von alledem will Emilie nichts wissen. Die Gründerin des Stadtportals My Big Geneva kennt ihre Stadt in- und auswendig. Für sie ist Genf vor allem hip, bezahlbar und voller guter Freunde. Unsere Tour im smart BRABUS forfour beginnt in Emilies Nachbarschaft im pittoresken Außenbezirk Carouge.

 smart BRABUS forfour auf der Straße in Genf.

Hallo Emilie – Carouge ist auch als Klein-Sardinien bekannt. Überlaufen scheint es hier aber nicht zu sein.
Emilie Salvaridis: Im Gegenteil – Touristen kommen kaum hierher. Allein wegen der Galerie Krisal, die sich auf erschwingliche Kunst spezialisiert, ist es aber einen Besuch wert. Und es gibt hier eine geheime Passage. Die Altstadt Genfs ist voller verborgener Treppen, die zu unterirdischen Bankschließfächern führen …

Emilie Salvaridis fährt im smart BRABUS forfour

smart BRABUS forfour auf der Straße in Genf

… zu denen nur Auserwählte Zugang haben?
Emilie Salvaridis: Genau. Es ist calvinistische Tradition, den eigenen Reichtum zu verbergen. So ist man auch besser vor Dieben geschützt. Zu dieser Passage habe ich noch Zugang, weil ich früher mal bei einer Bank gearbeitet habe. Mein Mentor Bernard Letu hat in der Nähe seinen Buchladen, Letu Books. Eine Schatztruhe für Kunstbücher. Von Bernard habe ich mehr über Kunst gelernt, als in meinem Studium.

smart BRABUS forfour qui se gare devant Letu Books à Genève
Emilie Salvaridis dans la librairie Letu Books
Letu Books à Genève
Emilie Salvaridis conduit une smart BRABUS forfour rouge

Und wie wechselt man vom Banking zum Kunststudium und dann zum Blogging?
Emilie Salvaridis: Kunst ist in allem, was ich mache. My Big Geneva ist meinem verstorbenen Bruder Jason gewidmet. Wir kamen als Kinder nach Genf und machten uns zusammen die Stadt zu Eigen. Kein Tag war langweilig. Von Jason habe ich seine Unbeschwertheit und seine Lust, die Stadt zu entdecken und zu genießen. Darüber hinaus ist das Blog auch mein Beitrag dazu, mit den Klischees über Genf aufzuräumen. Ich hatte es satt, dass man meine Stadt immer nur mit Schmuck und Uhren assoziiert.

Emilie Salvaridis im smart BRABUS forfour

Und jetzt ist das Blog tatsächlich dein Lebensinhalt.
Emilie Salvaridis: Genau. Und zwar gerade zu einer Zeit, in der es in Genf wieder so richtig interessant wird. Es gab hier schon mal in den 80er Jahren eine große alternative Szene. Und seit der Bankenkrise von 2008 merkt man, dass die Leute nicht mehr so mit dem Geld um sich werfen. Auf der einen Seite ist das Leben schwerer geworden. Auf der anderen Seite sehe ich immer mehr kreative Produkte und Ideen.

smart BRABUS forfour rouge
Emilie Salvaridis dans un rayon de soleil
Emilie Salvaridis dans un rayon de soleil Le pont Hans Wilsdorf à Genève
Emilie Salvaridis monte dans la smart BRABUS forfour

Zum Beispiel?
Emilie Salvaridis: Es gibt jetzt auch hier Food Trucks – da waren wir recht spät dran. Mein Freund George Bowring von The Hamburger Foundation hat sie hier eingeführt. Das war eine kleine Revolution. Die Zeit fordert die Geschäfte heraus – sie müssen kreativ werden, um ihre Kundschaft anzuziehen. Die Krise gibt ihnen den Kick, mal etwas anderes zu probieren. Wie zum Beispiel die Bijouterie Grégoire hier ganz in der Nähe – lass uns dort mal hinfahren.

Unser cadmiumroter smart BRABUS forfour ist das ideale Auto, um durch die verwinkelten Gassen der Genfer Altstadt zu brausen. Die Sonne scheint durch das verglaste Panoramadach, der kraftvolle Motor passt gut zu Emilies temperamentvoller Ausstrahlung und das flexible Rücksitzkonzept bietet Platz für Einkäufe aller Art. In der Bijouterie Grégoire empfangen uns der Juwelier Grégoire und Kollektionsdesignerin Sonia.

smart BRABUS forfour qui se gare à Genève
Emilie Salvaridis devant la bijouterie Grégoire
Création de la bijouterie Grégoire
Sonia, designer de collection dans la bijouterie Grégoire
Secret d’initiés : montres dans la bijouterie Grégoire

Also doch Schmuck?
Emilie Salvaridis: Ja. (lacht) Grégoire und Sonia sind allerdings auch anders als die meisten Juweliere hier. Ihre Stücke sind diskret, schlicht und zeitlos – und haben dabei eine unverkennbare Designsprache. Ich selber trage gerade eine Kette von ihnen, ein kleines Schiffchen aus der Serie croisière. Nur ein paar Straßen weiter, in Maximilian Büssers M.A.D. Gallery, geht es dann wieder ganz anders zu. Dort gibt es die verrücktesten Kreationen, in denen Kunst und Mechanik verschmelzen.

La blogueuse Emilie Salvaridis rit
Bijouterie in Genf
smart BRABUS forfour à Genève
Emilie Salvaridis à côté de la smart BRABUS forfour
M.A.D. Gallery à Genève
smart BRABUS forfour à Genève

Wo stärken wir uns für den Tag?
Emilie Salvaridis: Da gibt’s für mich nur eine Option: Brunch im Tiffany Hotel. Das liegt im Quartier des Bains, einem szenigen Stadtteil, in dem sich kaum ein Geschäftsreisender verirrt.

Emilie Salvaridis vor dem Tiffanyhotel in Genf

Bloggerin Emilie Salvaridis im Tiffany Hotel

Was verbindest du mit diesem Viertel?
Emilie Salvaridis: Hier habe ich früher gewohnt. Es gab hier zahlreiche Galerien – viele von ihnen mussten leider schließen. Trotzdem komme ich immer noch gerne her – im Tiffany Hotel führe ich gerne Interviews für das Blog. Und direkt um die Ecke ist Le Thé, mein Lieblingschinese in Genf. Das Restaurant ist kaum größer als ein Wohnzimmer, aber hier kann man wirklich klasse essen – und zwar für wenig Geld.

Architecture à Genève
smart BRABUS forfour photographiée de derrière
Adresse à Genève : Le Thé
smart BRABUS forfour rouge
Rue Henri Blanvalet à Genève

Wo wollen wir jetzt hin?
Emilie Salvaridis: Jetzt geht es ab in die Rue Henri Blanvalet. Eine der interessantesten Straßen in Genf – im Le Labo gibt es Sonnenbrillen, wie man sie sonst nicht findet – viele sind von Leila Krir, der Eigentümerin selbst, designt. Ich trage gerade selber eine ihrer Kreationen.

Emilie Salvaridis avec ses lunettes de soleil dans une smart
Leila Krir dans le magasin LE LABO
Adresse shopping à Genève : LE LABO

Hast du einen Insidertipp, wo man den Abend in Genf stilgerecht zu Ende bringen kann?
Emilie Salvaridis: Dann darf man sich das Little Barrel nicht entgehen lassen. Unglaublich aber wahr – Cocktailbars gibt es in Genf erst seit ein paar Jahren. Jetzt aber serviert Quentin Beurgaud hier eine aberwitzige Anzahl von Kreationen – Rum ist seine Spezialität. Mein Geheimtipp: Der Wasabitini ist einzigartig.

Secret d’initiés : le bar à cocktails genevois Little Barrel
Barmaid de Little Barrel à Genève
Emilie Salvaridis dans le bar à cocktails Little Barrel à Genève

Das hört sich gefährlich an.
Emilie Salvaridis: Das macht es doch interessant, oder?

Die gebürtige Griechin Emilie Salvaridis zog im Alter von sechs Jahren mit ihrer Familie von Athen nach Genf. Bis heute hat sie sich eine kindliche Freude am Entdecken der Stadt bewahrt. Nach beruflichen Anfängen im Privatbanking wandte sich schnell ihren Leidenschaften zu – der Kunst und dem Blogging. Seit 2012 betreibt sie mit einem Team von zehn Mitarbeitern das Blog mybiggeneva.com.

 

smart BRABUS forfour bei Nacht in Genf

Local Secrets Genf:

Le Jardin Anglais
1204 Genf

Letu Books
Rue Calvin 2
1204 Genf
www.letubooks.com

Bijouterie Grégoire
Rue Étienne-Dumont 8
1204 Genf
www.gregoire.ch

Tiffany Hotel
Rue de l’Arquebuse 20
1204 Genf
www.tiffanyhotel.ch/de/

Hans Wilsdorf Bridge
Rue Hans Wilsdorf,
1227 Genf

M.A.D. Gallery
Rue Verdaine 11
1204 Genf
www.madgallery.net/geneva/en

Le Labo
Rue Henri-Blanvalet 14
1207 Genf

Le Thé
Rue des Bains 65
1205 Genf

Little Barrel
Rue du lac 15
1207 Genf
www.littlebarrel.ch