Challenge Accepted, Episode 2. Unser tapferer Host Michel Niknafs denkt nicht ans Aufgeben und widmet sich diesmal dem kniffligen Thema Digital Detox. Was wohl passiert, sobald er sein Smartphone ausschaltet?

Wir sind in London unterwegs. Die britische Hauptstadt ist eine der lebhaftesten und aufregendsten Städte der Welt. Der ideale Ort zum Abschalten? In diesen Straßen drei ganze Tage ohne Smartphone zu verbringen, wird wahrlich eine Herausforderung für unseren Host Michel.

Die Suche nach authentischer menschlicher Interaktion ist kein leichtes Unterfangen – in der Londoner U-Bahn starren die Menschen auf ihre Smartphones. Da muss Michel seinen Witz und Charme spielen lassen. Und auch sonst greift unser tapferer Host auf eher traditionelle Tools zurück – von fest installierten Stadtkarten bis hin zu einer Polaroid-Kamera sowie einer der berühmten roten Telefonzellen Londons.

Wie es Michel Niknafs während seines urbanen Abenteuers erging? Finde es heraus, in der neuesten Folge von Challenge Accepted:

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Hast du selbst auch schon mit dem Gedanken gespielt, deine Smartphone-Nutzung runterzufahren? Mit diesen zehn Digital-Detox-Schritten kannst du nichts falsch machen:

Vorab: Mini-Detox

Eigene Gewohnheiten zu verändern, ist oft kein leichtes Unterfangen – vor allem, wenn es von Null auf Hundert gehen soll. Daher: mit kleinen Schritten anfangen. Schalte auf dem Smartphone alle Notifications aus. Wenn das Handy nicht mit piept und blinkt, sinkt deine Versuchung, es übermäßig oft zu checken. Oder definiere bestimmte WLAN-freie Zonen, zum Beispiel dein Schlafzimmer. Klappt? Dann weiter zum nächsten Punkt.

Digital Detox: Smartphone aus, Entspannungsmodus ein.

Vor dem Einschlafen

„Nur noch ein bisschen runterkommen,“ sagst du, während du im Bett durch Social-Media-Feeds wischst. Was du nicht merkst: Das blaue Licht des Smartphones sendet Signale an dein Gehirn, die dich noch im Schlaf beeinflussen werden. Greif doch statt dem Handy zu deinem neuen Buch oder höre eine gute Musiksendung im Radio zum Einschlafen. Was hast du morgen vor?

Belohne dich

Gerade am Anfang solltest du die fehlenden digitalen Reize durch andere, angenehme Sinneseindrücke ersetzen. Jetzt ist deine Zeit für das Buch, das du schon lange lesen wolltest oder einen entspannten Nachmittag im Park. Du wirst merken, wie du dich nach und nach beruhigst und die Hand immer weniger zum Smartphone greift.

Ohne digitale Reize bleibt mehr Zeit, um die Umgebung wahrzunehmen.
Wie wär’s mit einer Polaroid-Kamera für Selfies und Schnappschüsse?

Ziele setzen

Wir alle sind überall vernetzt. Ohne Computer und Smartphone können die meisten von uns überhaupt nicht arbeiten. Und wer zum Beispiel in einer Fernbeziehung lebt, ist auch auf die Technologie angewiesen. Also keine Angst: Digital Detox muss nicht bedeuten, sämtliche Stecker zu ziehen. Setze dir im Vorhinein konkrete, aber realistische Ziele. Möchtest du weniger Social Media konsumieren? Möchtest du weniger fernsehen? Wie lange möchtest du durchhalten?

Auch ohne digitale Karten und GPS lässt sich der Weg zum Zielort finden.

Planen

Bevor du mit dem Digital Detox loslegst, musst du dich auf einige Aspekte einstellen. Schreibe dir wichtige Kontakte und Telefonnummern in ein Notizbuch. Auch bestimmte Ortskarten kannst du dir ausdrucken. Dort könntest du auch verzeichnen, wo sich eine Telefonzelle befindet, solltest du eine benötigen. Und dann natürlich das Kleingeld nicht vergessen!

Für Anrufe wirst du auf die klassische Telefonzelle angewiesen sein: Kleingeld nicht vergessen!

Freunde warnen

Digital Detox ist für dich – trotzdem hat deine Entscheidung Einfluss auf dein soziales Umfeld. Lass deine Freunde, Familie und Kollegen an deiner Entscheidung teilhaben und lasse sie wissen, in welchem Zeitraum du nur begrenzt oder auf anderen Wegen erreichbar bist. Vereinbare Termine im Vorhinein – on-the-go ist nicht drin.

Ohne Smartphone in der Hand die Stadt neu entdecken.

Jetzt wird’s ernst: abschalten

Ob du nur das WLAN deaktivierst oder das ganze Smartphone – der Moment des Ausschaltens wird dir sonderbar befreiend vorkommen. Das kann man ruhig zelebrieren. Direkt danach solltest du abgeschaltete Geräte in einer Kiste oder Schublade außerhalb deiner Sichtweite verstauen. Und dann: Genieß’ die Stille …

Adieu Social Media – einfach mal die Ruhe genießen …

Zeit für dich

… oder geh’ Eisessen. Bevor du es dir anders überlegst, solltest du die neu gewonnene Zeit (denn das ist sie) mit ein bisschen bescheidenem Luxus füllen. Das hast du dir verdient. In der Sonne zum Kiosk schlendern, eine Wochenzeitung kaufen oder Tauben im Park füttern.

… und entspannt ein Buch oder die Tageszeitung lesen. Ohne Ablenkung durch Notifications.

Neuer Raum für Gedanken

Das bereits erwähnte Notizbuch wird dir ein treuer Begleiter sein in deiner digitalfreien Zeit. Statt Apps oder Spotify kannst du nach dem Heftchen greifen, wenn du auf den Bus wartest oder ein paar Minuten Leerlauf hast. Selbst, wenn nicht unmittelbar Gedanken aufs Papier fließen – eine leere Seite kann nach einigen Momenten Wunder wirken. Wie fühlt es sich an, nicht voll vernetzt zu sein? Fehlt dir etwas? Fühlst du dich bereichert? Fällt dir eine lustige Begebenheit auf der Straße auf? Das alles kannst du festhalten. Zusammen mit deinen Scribbles und Zeichnungen kannst du dein ganz persönliches Digital-Detox-Tagebuch führen.

Einfach mal wieder eine Postkarte schreiben. Den Empfänger wird es freuen.

Das Comeback

Dein Wiedereintritt in die digitale Welt wird sich ebenso merkwürdig anfühlen, wie dein Ausschalten zu Anfang. Nimm dir Zeit und wähle einen günstigen Moment. Du musst nicht alle Benachrichtigungen auf einmal lesen – es hat auch während deiner Detox-Zeit gut geklappt. Denn achte mal darauf: Was hast du wirklich verpasst?

Wie Michel sich in seiner Challenge geschlagen hat, seht ihr in dem Video oben. Weitere Folgen von Challenge Accepted könnt ihr direkt auf YouTube auf dem smart YouTube Kanal sehen!

Außerdem interessant: Mit dem „Dumbphone“ der Schweizer Designfirma Punkt kannst du telefonieren und SMS schreiben – mehr nicht. Wir haben das Digital-Detox-Phone getestet.